Tassilos am Schüler-Science-Day in München

Menschen haben immer weniger Vertrauen in die Wissenschaft, stattdessen kursieren in den Medien viele „Fake news“, die zu großer Verunsicherung führen. Dies nahm die ehemalige Schülerin Lisa Riedmayr zum Anlass und organisierte am Biomedizinischen Lehrstuhl an der LMU in München einen Wissenschaftstag, zu dem sie Schulen aus der Region einlud. Zwei neunte und zwei zehnte Klassen des Tassilo-Gymnasiums folgten dem Aufruf unter der Begleitung von drei Schülermüttern und drei Lehrkräften.

Über zweihundertfünfzig Schülerinnen und Schüler versammelten sich im größten Hörsaal der Uni und verbrachten einen Tag am Biozentrum der LMU München. In vielen Kleingruppen beschäftigte man sich jeweils unter der Leitung einer Referentin des LMU-Science-Day-Teams mit dem Thema „Was ist Wissenschaft und wofür brauchen wir sie?“ Am Beispiel der relativ seltenen Augenerkrankung Retinitis Pigmentosa wurde besprochen, wie sich die Forschung an Akademien von der Forschung an Pharmaunternehmen unterscheidet: Die Wahl der Forschungsthemen ist freier und auch seltene Erkrankungen können erforscht werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden Wissenschaftsmythen thematisiert und widerlegt. So erfuhr man, dass zwischen Autismus und Impfungen keinerlei Zusammenhang besteht. Die gefälschte Studie zu diesem Thema war von dem bestochenen Arzt Andrew Wakefield angefertigt worden. Zwei weitere Studien belegten später, dass kein Zusammenhang zwischen Impfung und Autismus besteht. Außerdem machte man sich über die Inhaltsstoffe von Impfstoffen Gedanken. An Hand einer Verdünnungsreihe von blauem Farbstoff veranschaulichte die Referentin den tatsächlichen Gehalt von Aluminium in den Impfstoffen. Die tägliche Nahrung soll mehr davon enthalten, als einer Impfdosis zugesetzt ist. Quecksilber sei in keinem Impfstoff enthalten. Die Schüler durften anschließend die verwendeten Eppendorfpipetten selbst ausprobieren. Im Folgenden erklärte man den Teilnehmern den sogenannten Herdenschutz: Bei einer hohen Impfrate der Bevölkerung sind auch Menschen, die nicht geimpft werden können (z.B. Allergiker oder Säuglinge), vor einer Ansteckung sicher. Eindrucksvoll wurde veranschaulicht, dass Epidemien viel schlimmere Auswirkungen haben, als die Immunisierung durch Impfung. Manche Erkrankungen, wie zum Beispiel die Pocken, wurden durch die Impfung sogar weltweit ausgerottet. Weitere Wissenschaftsmythen wurden im Gespräch entkräftet und mit Fakten untermauert, wie zum Beispiel: „ Nutzt man nur 10% seines Gehirns?“ Oder: „Haben Pharmafirmen längst Krebsheilmittel gefunden?“

Bei einer vom Lehrstuhl gespendeten Mittagessen tauschte man sich schließlich in der Mittagspause über das Erlebte und die neuen Erkenntnisse aus. Nach einer kurzen Feedbackrunde im Plenum wurden auch auf der Heimfahrt noch viele heiße Diskussionen geführt.

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